Christbaumsammelaktion für den Senegal


Die Unterstützung von Projekten im Senegal gehört für den Arbeitskreis Senegal seit 35 Jahren zur wichtigsten Aufgabe. Begonnen hat alles im Jahr 1989 mit einem Schiffscontainer voller Hefte, Stifte und Kinderkleidung im Rahmen einer Partnerschaft der KLB Bamberg mit ihrer Partnerorganisation in der Diözese Thies. Im Jahr 1991 flog dann eine vierköpfige Delegation aus Neunkirchen zur offiziellen Partnerschaftsfeier mit der Stadt Diourbel (Bistum Thiès) in den Senegal.
Es folgten dann Projekte, wie der Landkauf für einen Gemüsegarten, der Bau eines Brunnens auf diesem Gelände sowie Unterstützung durch Saatgut. Das Gartenprojekt sollte zur Selbstversorgung und als Einnahmequelle für die Pfarrei dienen. Aufgrund des sehr häufigen Pfarrerwechsels und der damit fehlenden direkten Ansprechpartner gestaltete sich eine kontinuierliche Arbeit allerdings nicht immer einfach. Um die Projekte kontinuierlich zu verfolgen, wäre eine jährliche Anwesenheit im Senegal erforderlich. Das kann die kleine Gruppe aufgrund der doch erheblichen Reisekosten, die stets aus eigener Tasche bezahlt werden, jedoch nicht leisten.
Seit nunmehr 15 Jahren ist nun die direkte Unterstützung von Schulkindern das vorrangige Projekt.
Obwohl im Senegal Schulpflicht besteht, kümmert sich der Staat nicht genug um die Bildung und stellt auch nicht ausreichend Schulen und Lehrer zur Verfügung. So haben viele Kinder, vor allem auf dem Land, keine Möglichkeit Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen. Die katholische Kirche im Senegal bemüht sich, Räume zur Verfügung zu stellen und Lehrer für die Arbeit auf dem Land zu gewinnen. Diese Schulen genießen im zu über 80% muslimischen Land auch einen sehr guten Ruf. Aber die Kirche ist arm und der Staat nicht in der Lage, regelmäßig Zuschüsse für die Lehrerbesoldung zu geben. Deshalb müssen die Eltern Schulgeld bezahlen, was den meisten aber nicht möglich ist, da sie selbst über kein oder nur ein sehr geringes Einkommen verfügen. 40 Prozent der Kinder werden erst gar nicht eingeschult und fällt die Ernte mager aus oder drohen andere Notlagen für die Familie, bleiben die Kinder daheim.
So wurde im Jahr 2009 im Rahmen der „Aktion Schulgeld“ im Erzbistum Bamberg, die seit 2007 eine offizielle Bistumspartnerschaft mit der Diözese Thiès unterhält, die erste Patenschaft für fünf Schulkinder in Diourbel übernommen. Auf der Mitgliederversammlung 2013 wurde beschlossen, diesen Patenschaften um jeweils fünf weitere Kinder auszuweiten.
Sechs Jahre dauert die Grundschulausbildung, nach der entweder eine Berufsbildungsschule oder die Sekundarstufe besucht werden kann. Auch ein Gymnasium gehört zum Schulangebot. Die Kosten pro Kind und Jahr betragen ca. 100 Euro - 120 Euro je nach Schulart, bzw. Schultyp.